Munkbrarup (ftb) – Schon von außen hat das Backhaus an der Mühle „Hoffnung“ in Munkbrarup einen ganz besonderen Charme. „Das reetgedeckte Backsteinhaus ist ein Recycling-Haus“, erzählt der Erbauer Frenz Christian Stüdtje. „Wir haben altes Material verwendet. Die Balken und Steine stammen von Abbruchhäusern“. Als ehemaliger Mühlenbesitzer backt Frenz Christian Stüdtje hier seit 1987 das berühmte Munkbraruper Mühlenbrot. Im Jahre 2004 übergab er die Mühle und die Geheimnisse der Brotbackkunst an seine Tochter Christel Pagel weiter.

Christel Pagel und ihre Familie führen die Tradition fort und backen zu besonderen Anlässen frisches Schwarzbrot, Graubrot sowie Weizen- und Dinkelbrot in im alten Steinofen. Den Teig der hellen Brotsorten mischen sie selbst und geben eine besondere Zutat dazu. Ehemann Jan-Hendrik Pagel verrät, dass sie neuerdings in ihrem Teig chinesische Chiasamen einarbeiten. „Die Samen speichern Feuchtigkeit und machen das Brot sehr saftig und länger haltbar“, erzählt er. Aber nicht nur die geheimen Zutaten geben dem Mühlenbrot einen besonderen Charakter. Familie Pagel und helfende Hände der Freunde und Unterstützer der Mühle sind mit viel Freude, Liebe und eingespielter Fingerfertigkeit dabei. Beim Kneten und abwiegen der Teigsorten wird viel gelacht und erzählt. Die gute Stimmung wird im Brot mit verarbeitet und das schmeckt man.

Die nächste große Aktion der Mühle „Hoffnung“ in Munkbrarup ist das Osterfeuer am Karsamstag. Ab 18 Uhr darf sich jeder mit essbaren Köstlichkeiten verwöhnen lassen und gute Gespräche am wärmenden Feuer suchen. Für sportliche Unterhaltung sorgen das nordische Wikingerschach, Fußballspiele oder eine gemütliche Partie Boule auf der mühleneigenen Bahn. Christel Pagel und ihre Familie heißen alle Gäste herzlich willkommen.