Kiel (pm) - Wissenschaftsministerin Karin Prien hat im Landtag Maßnahmen gegen den „akuten Planungsnotstand“ angekündigt. Die Ministerin begründete die Entscheidung für den Bauingenieur-Studiengang an der FH Kiel. „Bei all unseren Überlegungen steht die schnelle, am fachlichen und regionalen Bedarf orientierte Beseitigung dieses Notstandes im Fokus“, sagte Prien. „Bei der Entscheidung für die FH Kiel ging es nicht um Standortfragen von Hochschulen.“

Der Bedarf an Bauingenieuren im Land sei enorm. Gelder für Infrastrukturmaßnahmen könnten in erheblichem Umfang nicht abgerufen werden, weil die notwendigen Planungsleistungen der Ingenieure fehlen. Seit Jahren werde über den drohenden Fachkräftemangel in diesem Sektor lamentiert, so Prien weiter. „Dieser Fachkräftemangel ist längst da!“

 

Die Fachhochschule Lübeck bleibe nach den Vorstellungen der Landesregierung der Standort im Land, der Studiengänge für Bauingenieure und Architekten in großer fachlicher Breite und sowohl im Bachelor- und Masterbereich anbiete. „Diese große Kompetenz soll die FH Lübeck auch beim Neuaufbau des Bachelorstudiengangs in Kiel einbringen können, sei es durch Unterstützung in den Berufungskommissionen der FH Kiel, sei es durch gezielte Lehrexporte, sei es durch Entwicklung von Online-Modulen oder sei es vielleicht sogar in Form eines Kompetenzzentrums beider Hochschulen.“ Prien: „Eines ist klar: Wir brauchen beide Hochschulen - Kiel und Lübeck - um den Bedarf an Bauingenieuren zu decken. Beide Standorte ergänzen sich regional und inhaltlich.“

 

Pressemitteilung: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK) Schleswig-Holstein