Kiel (pm) - In einem Schreiben an alle Grundschulen hat Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, am 26. Oktober 2017 über die wichtigsten Vorhaben in der Grundschul-Bildung informiert. Dabei hob sie insbesondere die Bedeutung des richtigen Schreibens und des Erlernens einer verbundenen Schrift hervor. Die Ministerin weist in dem Schreiben ausdrücklich darauf hin, dass bereits in den derzeit gültigen Lehrplänen von 1997 dem richtigen Schreiben eine bedeutende Rolle zukomme und auch das Erlernen einer verbundenen Schrift (vereinfachte Ausgangsschrift) darin vorgesehen sei. Die Methode des „Lesens durch Schreiben“ sei hingegen nicht mit den geltenden Lehrplänen zu vereinbaren.

 „Eine gute Grundschule ist von entscheidender Bedeutung für die gesamte Lernentwicklung und die Bildungskarriere unserer Schülerinnen und Schüler“, heißt es in dem Brief. In der Grundschule sollten die Kinder eine solide Wissens- und Kompetenzbasis erhalten. „Deshalb überarbeiten wir zurzeit die Fachanforderungen für Deutsch und Mathematik für die Grundschulen noch einmal. Damit die Kinder von Anfang an das richtige Schreiben lernen, wird unter anderem ein Grundwortschatz von rund 800 Wörtern eingeführt, den jedes Kind am Ende der Grundschulzeit beherrschen soll. Das Erlernen der verbundenen Schreibschrift soll verpflichtend sein.“

Prien sagte außerdem: „Darüber hinaus werden wir nach den Herbstferien über weitere notwendige Maßnahmen, die sich unter anderem als Konsequenz aus den Ergebnissen der jüngsten IQB-Studie zur Grundschulbildung ergeben, beraten und entscheiden.“

Pressemitteilung/Foto: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein