Kiel (pm) - Der Tourismus in Schleswig-Holstein ist nach den Worten von Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz buchstäblich wetterfest. Wie die am 20. Oktober 2017 vom Statistischen Landesamt vorgelegten Zahlen belegen, konnte das durchwachsene Sommerwetter den Besucherzahlen nichts anhaben. Im August wurde in den größeren Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten sowie auf den Campingplätzen im Land zusammen fast eine Million Gäste gezählt, dies ist ein Plus von 1,1 Prozent im Vergleich zum August des letzten Jahres. Bei den Übernachtungen lag die Zahl mit mehr als 4,77 Millionen sogar um zwei Prozent höher. Ohne Campingplätze verzeichneten die Beherbergungsbetriebe einen Anstieg um 3,9 Prozent bei den Gästeankünften und um 5,7 Prozent bei den Übernachtungen.

Fasst man die beiden Hauptreisemonate Juli und August zusammen, haben in dieser Zeit nahezu 2,1 Millionen Gäste ihren Urlaub in Schleswig-Holstein verbracht und knapp 9,6 Millionen Übernachtungen ausgelöst. Damit fiel die Hauptsaison nun schon zum fünften Mal in Folge besser als im Vorjahr aus. „Aber auch der Jahrestrend ist überaus positiv“, sagte Buchholz. Vergleiche man die Monate Januar bis August mit dem Vorjahreszeitraum seien die Gästezahlen um 4,4 Prozent und die Zahl der Übernachtungen um 4,3 Prozent gestiegen. „Schleswig-Holstein liegt bei den Übernachtungen damit weiterhin klar über dem Bundesdurchschnitt. Und wer seinen Urlaub in Schleswig-Holstein verbringt, der weiß auch, dass es keine Sonnengarantie gibt. Wir punkten aber mit qualitativ hochwertigen Angeboten und Naturerlebnissen“, so Buchholz.

Von der positiven Entwicklung konnten fast alle Reisegebiete profitieren. Nur die Holsteinische Schweiz verzeichnet entgegen dem Landestrend Rückgänge bei Gästeankünften und Übernachtungen. Die Gründe hierfür dürften nach Einschätzung von Buchholz zum einen in der Landesgartenschau in Eutin liegen, die letztes Jahr für zusätzliche Gäste und Übernachtungen in der Region sorgte. Zum anderen habe in der Region der Campingtourismus mit einem Anteil von mehr als 21 Prozent an den Ankünften und Übernachtungen eine höhere Bedeutung als anderswo im Land. Buchholz: „Und gerade dieses Segment wird in besonderem Maße von den  Wetterbedingungen beeinflusst.“

Neben der Nord- und Ostseeregion legt auch das Binnenland deutlich zu. Dort wurden für den Gesamtjahreszeitraum 4,4 Prozent mehr Gäste und bei den Übernachtungen ein Plus von 5,3 Prozent verzeichnet. „Besonders für das Binnenland mit seiner abwechslungsreichen Natur, den vielfältigen Aktivitäten und Angeboten sehe ich noch hohes Entwicklungspotenzial im Tourismus“, sagte Buchholz.

Beim Blick auf die Betriebsarten zeigt sich, dass die größten Zuwächse bei den Übernachtungen von 4,5 bzw. 7,7 Prozent auf die Segmente Hotellerie (mit Gasthöfen und Pensionen) und Parahotellerie (Erholungs- u. Ferienheime, Ferienzentren, Ferienhäuser/-wohnungen, Jugendherbergen) entfallen. Die Campingplätze im Land müssen dagegen in den acht Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahr insgesamt einen Rückgang von 1,9 Prozent hinnehmen.  

In die Erhebung einbezogen waren 3 776 geöffnete Beherbergungsstätten mit 187 000 angebotenen Gästebetten sowie 273 geöffnete Campingplätze.

 

Pressemitteilung: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus Schlewig-Holstein