Scharbeutz (pm) - Den OHT und die Ostseeküste Schleswig-Holsteins noch besser kennenzulernen erfolgt noch analog – das gilt für den Minister genauso wie für die Urlauber an der Küste. Aber auf der Customer Journey läuft nahezu nichts mehr digital unbeeinflusst. Die Geschäftsführerin Katja Lauritzen vom OHT informiert Wirtschaftsminister Dr. Buchholz über die digitale Entwicklung im Tourismus. Der Herausforderung möchte eine der stärksten Destinationen Schleswig-Holsteins begegnen. 

Digitalisierung

Chatbots, AMP-Formate und schema.org hören sich erst mal so gar nicht nach Urlaubsplanungen an, sind jedoch Herausforderungen, der sich die Tourismuswirtschaft ausgesetzt sieht. Katja Lauritzen erläuterte, wie rasant die technische Entwicklung Destinationen zum Handeln zwingt. Bei Minister Buchholz traf sie damit auf offene Ohren. Der Medienexperte sieht in der Digitalisierung große Chancen. Das Herunterbrechen auf den Tourismus ist dabei sehr wichtig für ihn. Google, Facebook beziehen ihre Geschäftsmodelle gekonnt auf sich und lassen immer weniger Spielraum für Destinationsmarketing oder auch Buchungsplattformen. „Erfolgreiche Strategien in diesem Bereich zu entwickeln, kann nur gemeinsam gelingen. Daher suchen wir als OHT auch den Brückenschlag zum Land und den anderen Destinationen in Schleswig-Holstein, sowie den LTOs, so Katja Lauritzen Geschäftsführerin des OHT. 

Ostsee vs. Holsteinische Schweiz

Ein weiteres prägnantes Thema benannte die Geschäftsführerin des OHT, in dem sie die unterschiedliche Entwicklung der Destinationen Ostsee und Holsteinische Schweiz aufzeigte. Die Ostsee boomt stark und hat zahlreiche Leuchtturmprojekte, die helfen, einen aktiven Imagewandel voranzutreiben. Trotz des Baus dieser Einheiten entwickeln sich die Kapazitäten relativ stabil. Gerade mal neun Prozent mehr Betten sind in den letzten zehn Jahren dazugekommen. Entgegen der Entwicklung in der holsteinischen Schweiz mit  23 Prozent weniger Hotelbetten im vergleichbaren Zeitraum. „Die Entwicklung bestätigt das Ziel der neuen Landesregierung, den Binnenlandtourismus stärker in den Fokus zu nehmen, so Buchholz.
Er bedauerte, dass in der Vergangenheit zu wenig  Konzepte und Ideen in den Regionen entwickelt wurden, um den Binnenlandtourismus zu stärken. Er appellierte an die Tourismusakteure, entsprechende Projekte zu entwickeln und wies auf Fördermittel des Landes zur touristischen Nutzung des Natur- und Kulturerbes sowie zur Erstellung regionaler touristischer Entwicklungskonzepte hin. „Diese Unterstützungsmöglichkeiten sind gerade auch für Regionen im Binnenland interessant, werden derzeit aber noch zu wenig nachgefragt,“ so der Minister. Katja Lauritzen bestätigte, dass es in der Holsteinischen Schweiz noch zu wenig Leuchtturmprojekte gebe. „Die Nachfrage nach neuen Hotels ist da. Es bedarf jedoch kluger Konzepte, die sich gezielt an Segmenten und an den Stärken der Region orientieren, sieht Lauritzen die Chancen für die Region.

Scharbeutz/Haffkrug

In einem Rundgang erläutert Volker Owerien, Bürgermeister der Gemeinde Scharbeutz, die rasante Entwicklung der Gemeinde durch die Umsetzung intelligenter Infrastrukturmaßnahmen am Beispiel der Dünenmeile und der Promenade, mit denen auch eine wichtige Initialzündung für weitere Investitionen der Privatwirtschaft einherging. „Die Investitionen der öffentlichen und privaten Hand stehen in Abhängigkeit zueinander und machen in unserer Gemeinde ein Volumen von insgesamt 80 Millionen € aus“. Minister Dr. Buchholz wies darauf hin, dass das Land die Promenade in Scharbeutz mit knapp, 5,7 Mio. Euro und den Kurpark mit 700.000 Euro gefördert hat. „Die Entwicklung in Scharbeutz zeigt, dass sich diese Investitionen ausgezahlt haben. Wir werden unsere Tourismusorte auch weiterhin bei dem Bau und der Attraktivierung ihrer touristischen Infrastruktur finanziell unterstützen,“ erklärte Minister Dr. Buchholz.

Schlafstrandkorb

Die Innovationskraft der Destination wird mit dem Schlafstrandkorb zum Ende des Termins deutlich. Die Erfolgsstory schlechthin. Er schützt vor Wind, bietet ein Dach über dem Kopf, hat kleine Tischchen, so dass ein Buch oder eine Tasse Kaffee abgestellt werden können. Er lässt sich drehen und wenden, immer der Sonne entgegen. Und seit 2016 dient er als Nachtlager. Schlafstrandkörbe sind die neueste Errungenschaft an den Ostseestränden. „Insgesamt 18 Körbe stehen in zehn Orten zur Verfügung und bieten das einmalige Erlebnis „Strandschlafen“ an. Ab 39,90 € kann das „kleine Abenteuer“ erlebt werden, sagt Katja Lauritzen und ergänzt, dass die Schlafstrandkörbe für dieses Jahr so gut wie ausgebucht sind www.strandschlafen-ostsee.de.

 

Minister Dr. Bernd Buchholz mit Volker Owerin (Bürgermeister Scharbeutz) und Katja Lauritzen (Geschäftsführerin OHT). Foto: Harald Haase/Land SH

Pressemitteilung: Ostsee-Holstein-Tourismus e.V. / Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein