Kiel (pm) - Innenminister Stefan Studt hat die Terroranschläge von Brüssel auf das Schärfste  verurteilt: „Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Diese abscheulichen Taten belegen, dass der internationale Terrorismus die europäische Gemeinschaft nachhaltig bedroht und herausfordert. Europa muss in dieser Stunde nicht nur geschlossen zu seinen Werten und Grundsätzen stehen, es muss handeln. Die Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden muss weiter ver-bessert werden. Die Arbeit von Terrorabwehrzentren und Polizeibehörden darf nicht an Landesgrenzen enden. Dieser Terrorismus betrifft uns alle und geht uns alle an.“

In Schleswig-Holstein besteht nach den Anschlägen von Brüssel weiterhin eine hohe abstrakte Gefährdungslage. Konkrete Anhaltpunkte für bevorstehende Anschläge, auch im Zusammenhang mit öffentlichen Veranstaltungen in Schleswig-Holstein, liegen gegenwärtig nicht vor. Allgemein geht insbesondere von radikalisierten Einzeltätern und kleinen, gemeinsam agierenden Terrorzellen eine Gefahr aus. Die Sicherheitsbehörden des Landes arbeiten eng vernetzt und stehen in ständigem Kontakt mit anderen Ländern und der Bundesebene.

Die Polizei Schleswig-Holstein hat die Sicherheitsmaßnahmen bereits nach den Anschlägen von Paris angepasst und fortgeführt. Sie stellt sich  grundsätzlich in enger Kooperation mit anderen Aufgabenträgern vor Ort (beispielsweise Feuerwehren und Rettungsdiensten, privaten Veranstaltern und Sicherheitsdienstleistern) auf abstrakt mögliche Gefährdungsszenarien ein und richtet Einsatzkonzepte danach aus. Damit wird ein nach menschlichem Ermessen mögliches Höchstmaß an Sicherheit und Schutz bei öffentlichen Veranstaltungen gewährleistet. Die Bevölkerung wird gebeten, auffällige Beobachtungen sofort der Polizei zu melden.

Text: Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten