Ekenis (ftb) – An dem Tag als Nicole Höppner sich den Kindertagesstätte St. Martin in Ekenis im Zuge ihrer Bewerbung als Leiterin angeschaut hat, kam ihr schon im großen Flur spontan die Idee des „Arche Noah Projektes“. Ein dreiviertel Jahr später bearbeiteten die begeisterten Kinder mit den Erzieherinnen über drei Wochen hinweg die Geschichte von Noah und seiner Arche. Mit Hilfe eines über 2 Meter hohem Wandbildes wurde die Geschichte anschaulich gemacht. „In den ersten Tagen haben wir die Schiffsplanken aus Papier an die Wand geklebt, bis mit der Zeit daraus ein Schiff wurde. Die Arche hat Noah auch nicht an einem Tag erbaut“, lacht Nicole Höppner.

Mit jedem Tag wuchs das Wandbild und veränderte sich. Zu der Arche kamen in den nächsten Tagen die verschiedenen Tiere hinzu. „Es gab immer zwei von ihnen“, berichtet ein Mädchen stolz, „immer ein Weibchen und ein Männchen“. Die Kinder suchten sich die Tiere selber aus, die sie basteln, ausschneiden und anmalen durften. Als die große Flut kam, war Noahs Arche mitsamt Noah, seiner Familie und allen Tiere mit einem großen blauen Tuch verhangen. Zu solchen spannenden Momenten wurden auch die Eltern morgens an der Hand schnell zum Wandbild gezogen, damit auch sie sehen konnten, was in der Geschichte passiert ist. „Sind deswegen die Dinosaurier ausgestorben?“ „Haben sich die Tiere denn in der Arche verstanden?“ „Warum jagen sich die Tiere in der Natur und nicht auf dem Schiff?“ Viele Fragen bewegten die aufmerksamen Kinder, die sie gemeinsam mit den Erzieherinnen herausstellten und beantworteten.

Der Sturm ließ nach, das Wasser beruhigte sich, das blaue Tuch wurde abgehängt und bedeckte nur noch den unteren Teil des Wandbildes. Die Aussendung der Taube dauerte auch ein paar Tage. Als Noah und seine Familie wieder Land sahen, alle Menschen und Tiere das Schiff verlassen durften und der Regebogen erschien, war die Freude der Kinder groß. Denn der Regenbogen zeigt, dass nach Regen immer wieder die Sonne scheint. „Der Regenbogen steht für Hoffnung, Neuanfang und das Versprechen Gottes, nie wieder eine Sintflut über die Erde zu schicken und immer für alle Menschen da zu sein“, erzählt Nicole Höppner. Die Kinder zeigen voller Stolz ihre bunten Regenbogenarmbänder, die sie am letzten Tag des spannenden Projektes selbst aufgefädelt haben und sie immer an die Hoffnung und Gott erinnern wird.

So gingen die tollen Projekttage in dem evangelischen Kindergarten in Ekenis zu Ende und hinterließen bei den Kindern und Eltern einen bleibenden Eindruck. Die Arche, die Tiere und der große Regenbogen schmücken auch weiterhin den Flur des Kindergartens und erinnern die Kinder daran, dass Gott immer bei Ihnen ist.

Wer dieses Wandbild der Arche einmal bestaunen will, oder einfach mal in die Kindertagesstätte schnuppern möchte, kann dies am 11.11.15 ab 14.30 am „Tag der offenen Tür“ tun. Bei Kaffee und Kuchen, Bastelstation und gemeinsamen Spielen mit den Kindern, kann ein Stück Kita-Alltag erlebt werden. Ab 16 Uhr wird es eine kleine Aufführung geben. Ab ca. 17.15 Uhr brechen alle gemeinsam zum Laterne laufen mit der örtlichen Feuerwehr auf.

 

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Fotos mit freundlicher Genehmigung der Kindertagesstätte St. Martin in Ekenis, Nicole Höppner