Sterup (pm) - Zur Eröffnung des Natur- und Kulturlehrpfades in Sterup waren Einwohner und Gäste eingeladen, den Pfad gemeinsam einzuweihen, zu begehen und zu feiern. Treff- und Startpunkt war der Platz vor der St. Laurentius Kirche, wo eine große Anzahl bei strahlendem Sonnenschein zusammen gekommen ist. Der Vorsitzende Michael Becker vom Steruper Verein „De Stedörper“ (als Antragsteller für die zur Pfadrealisierung notwendigen Fördermittel), begrüßte die Anwesenden. Er dankte allen Sponsoren und all denen, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement mit dazu beigetragen haben, dass der Pfad mit seinen 16 Informationstafeln überhaupt erst ermöglicht werden konnte.

Danach wurde der Pfad offiziell für eröffnet erklärt und die Begehung konnte beginnen. Nach dem Start wurde nach Erreichen der beiden Bachschluchten die Gelegenheit von Vielen wahrgenommen eines der angebotenen Getränke dort zu genießen und eine kleine Pause einzulegen. Am zu überquerenden Ehrfelder Weg hatte die Jugendfeuerwehr aus Sterup Tische und Bänke aufgebaut um zum Rasten und Schnacken einzuladen, Grillwürste und diverse Durstlöscher waren sehr gefragt und willkommen. Die „De Stedörper“ hatten darüber hinaus Kaffee und Kuchen vorbereitet, sodass Alle rundherum glücklich und zufrieden waren. Bürgermeister Wolfgang Rupp hielt hier seine Ansprache um auch im Namen der Gemeinde zum gelungenen Pfad Dank zu sagen.

Diese Pfadstrecke wurde nicht neu angelegt. Es gibt sie schon sehr lange und erfreute sich schon immer großer Beliebtheit bei den Sterupern. Aufgrund ihrer außergewöhnlich schönen Lage mit eiszeitlichem Tunneltal, dem Gewässer der Lippingau, Teichen, Buchen- und Bruchwaldarealen und zwei Bachschluchten sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen ergeben eine vielfältige und abwechslungsreiche Landschaft, die man als besonders schönen Teil der Schöpfung einfach nur genießen möchte. Deshalb sollte dieses Fleckchen Erde auch Nichtortskundigen bekannt und zugänglich gemacht werden. Da diese Strecke sich jetzt als Lehrpfad definiert, hat sie die didaktische Aufgabe, darüber aufzuklären, welche hervor zu hebenden Pflanzen und Tiere in diesem Bereich anzutreffen sind, um selber weitere zu entdecken, ohne dabei auch die geologischen Aspekte zu vergessen. Durch die Einbeziehung der kulturell interessanten Objekte auf der Pfadstrecke, die der Ort darüber hinaus zu bieten hat, ist gerade in dieser Kombination von Natur und Kultur dieser Pfad besonders sehenswert und so einzigartig. Als ein Juwel kann man dabei sicher die St. Laurentius Kirche aus dem frühen 13.Jhd. mit ihrem geschnitzten Dreiflügelaltar bezeichnen. Sterup als Erholungsort im Amtsbezirk der Geltinger Bucht wird deshalb noch attraktiver. Aus touristischem Blickwinkel betrachtet haben immer mehr Menschen das Bedürfnis über Wanderungen die Region in der sie Urlaub machen besser und intensiver kennen zu lernen und für sich so zu erschließen. Dieser Pfad bietet dazu die Gelegenheit ihn als eine schöne erlebte Erinnerung mit nach Hause zu nehmen.

Alle Steruper, die örtlichen Schulen, der Kindergarten, die Pfadfinder, Gäste und Dienstleistende profitieren durch den jetzt ausgezeichneten Pfad. Dadurch kann unsere Natur und Kultur noch bewusster wahrgenommen werden. So kann z. B. durch eine Begehung ein Biologie- oder Heimatkunde Unterricht quasi real und hautnah, fast so zu sagen vor der Haustür erfolgen und erlebbar gemacht werden. Der Natur- und Kulturlehrpfad hat nach der Begehung Allen wieder mal bewusst gemacht, dass  wir in einer wunderschönen Landschaft zu Hause sind wo andere gerne ihren Urlaub verbringen würden. Jeder ist deshalb gefordert und dafür verantwortlich behutsam und pfleglich damit umzugehen um das Schützenswerte auch Generationen nach uns zu erhalten.

 

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Bürgermeister Wolfgang Rupp, Gert Schülke und Michael Becker (v.l.)

Text: Gert Schülke / Foto: Hans-Otto Meinhard