Kiel (pm) - Nach der Förderung des Ankaufs beteiligt sich die Städtebauförderung von Bund und Land nun auch an den Ausgaben für den Abriss des seit Jahren leer stehenden ehemaligen Hertie-Kaufhauses. „Ich freue mich, dass die baufachliche Prüfung zum Abschluss gekommen ist. Nun kann der seit Jahren geplante Abriss des Hertie-Gebäudes endlich stattfinden“, kommentierte Staatssekretärin Kristina Herbst die Maßnahme.

Das Abrissverfahren ist aufgrund der Lage des Gebäudes und der Bodenbeschaffenheit hoch komplex. Die GMSH hat nach Abschluss der baufachlichen Prüfung die Wirtschaftlichkeit des Abrisskonzepts der Stadt bestätigt. Im Ergebnis ist davon auszugehen, dass der Abriss ca. 1,5 Millionen Euro kosten wird. Bund, Land und Stadt tragen hiervon je ein Drittel.

Die Beseitigung des laut Medienberichten als Schandfleck empfundenen Gebäudes ist ein wichtiger Baustein der Aufwertung der Schleswiger Innenstadt, die das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration im Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau West“ unterstützt.

Das Programm „Stadtumbau West  wird in Schleswig-Holstein seit 2004 umgesetzt. Die Fördermittel sollen die Gemeinden in die Lage versetzen, sich frühzeitig auf Strukturveränderungen und auf die damit verbundenen städtebaulichen Auswirkungen einzustellen.

Sie sollen den Gemeinden helfen ihre Siedlungsentwicklung, ihre Flächennutzungen sowie Wohnungsbestände aktiv zu gestalten, um so mit dem sich vollziehenden sozialen, demographischen und wirtschaftsstrukturellen Wandel umzugehen.

Bislang hat das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration für die nachhaltige städtebauliche Entwicklung der Schleswiger Innenstadt Städtebauförderungsmittel des Bundes und des Landes in Höhe von jeweils 1.155.000 € zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den hierauf zu erbringenden städtischen Eigenmitteln, dem so genannten „kommunalen Drittel“, steht für die Umsetzung der Innenstadtsanierung ein Investitionsvolumen von bislang 3.465.000 € bereit. Laut der Planung der Stadt sollen in den kommenden zehn bis 15 Jahren Investitionen mit einem Volumen von rund 21 Millionen Euro umgesetzt werden. Das Land wird der Stadt daher in den kommenden Jahren weitere Städtebauförderungsmittel bereitstellen.

Pressemitteilung: Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration Schleswig-Holstein