Glücksburg (pm) - Die Stadt Glücksburg erhält fast zwei Millionen Euro Fördermittel, um den Ausbau des Breitbandinternets voran zu bringen. Einen entsprechenden Förderbescheid über 1.928.799,85 Mio. Euro hat Jürgen Wolff vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (LLUR) in der Funktion als Bewilligungsbehörde für die Breitbandförderung des Ministeriums für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein (MILI) heute (09. Oktober) in Glücksburg an die Bürgermeisterin der Stadt Glücksburg, Kristina Franke, übergeben. „Wir bringen mehr als 474 gewerbliche und private Haushalte der Stadt ans Turbo-Internet“, sagte Wolff. Dabei setze das Land auf die modernste Technologie und ermögliche den Bau von mehr als 25 Kilometer neue Glasfaser.

Im äußeren Stadtgebiet kann nun der Netzausbau (Fiber to the Building, FTTB, Glasfaseranschluss bis zum Gebäude) in den Ortsteilen Rüdeheck, Meierwik, Schausende, Bockholm und Holnis schneller vorangetrieben werden. Die Stadt Glückburg investiert insgesamt rund 2.571 Mio. Euro in ihren Breitbandausbau.

Das Vorhaben wird mit Mitteln der Europäischen Union (ELER) aus dem Landesprogramm Ländlicher Raum (LPLR SH) und mit Landesmitteln aus dem Sondervermögen Breitband des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) gefördert.

„Wir brauchen eine moderne Weiterentwicklung der Wirtschaft und der Strukturen im ländlichen Raum“, so Jürgen Wolff. Glasfaser sei die einzig zukunftssichere Breitbandtechnologie. Das neue Turbo-Internet in den Außenanlagen des Stadtgebietes werde daher dazu beitragen, den Wirtschafts- und Lebensraum langfristig zu stärken.

Die Breitbandversorgung in ländlichen Gebieten trägt zudem dazu bei, sowohl Wertschöpfungspotenziale für wirtschaftende Betriebe zu erschließen als auch die Wohn- und Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern, so dass der ländliche Raum insgesamt an Attraktivität gewinnt.  Die Breitbandversorgung als wichtige Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum und steigenden Wohlstand trägt zu der Entwicklung der Gemeinden und Dörfer in ländlichen Gebieten wesentlich bei.

Ziel des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) ist es, in Dörfern und Gemeinden die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft zu fördern, eine ausgewogene räumliche Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und der ländlichen Gemeinschaft sicher zu stellen und die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und des Klimaschutzes zu gewährleisten.

Für das schleswig-holsteinische Landesprogramm für den ländlichen Raum (LPLR) stehen im Förderzeitraum 2014-2020 insgesamt etwa 620 Millionen Euro zur Verfügung. Davon ca. 420 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER), die durch rund 200 Millionen Euro nationale Mittel kofinanziert werden.

 

Pressemitteilung: Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration Schleswig-Holstein