Schleswig (pm) - „Nachrichten und Bilder von Tod, Zerstörung und Vertreibung sehen wir jeden Abend in den Nachrichtensendungen. Die Ausstellung auf Schloss Gottorf „Goya - Der Schrecken des Krieges“ ist daher leider sehr aktuell. Und sie ist Mahnung an uns alle“, sagte am 3. August 2017 anlässlich der Eröffnung in Schleswig Kulturstaatssekretär Dr. Oliver Grundei. Vor diesem Hintergrund sei es ihm ein besonderes Anliegen, die Ausstellung zu eröffnen und bei dem Festakt in Schleswig dabei zu sein. Der Staatssekretär nutzte die Gelegenheit, die Stärkung und Weiterentwicklung der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf als bedeutenden Teil der kulturellen Infrastruktur des Landes und als wichtiges Thema der Arbeit der Landesregierung hervorzuheben: „Wir stehen Ihnen zur Seite“, sagte Grundei.

Grundei dankte den Freundeskreisen, privaten Stiftungen, Sammlerinnen und Sammlern, die „seit jeher wichtige Akteure im Betriebssystem Kunst“ seien. Heute seien in Deutschland mindestens 75 Prozent der Objekte - insbesondere in kommunalen Kunstmuseen - nicht angekauft, sondern Schenkungen, Überlassungen, Stiftungen und Dauerleihgaben. „Die Bedeutung von privaten Sammlern mit mäzenatischer Motivation für öffentliche Museen wie unser Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte ist sehr groß. „Dafür kann ich nur Danke sagen“, sagte der Kulturstaatssekretär und richtete diesen Dank der Landesregierung direkt an die Stifterin Elisabeth Bönsch.

Die Sammlung Bönsch sei auf Gottorf eine perfekte Ergänzung zur Sammlung Horn im Bereich der Grafik der Klassischen Moderne und habe mit dem reichen Bestand an impressionistischer Kunst eine spürbare Lücke geschlossen. Mit der Grafikfolge „Die Schrecken des Krieges“ von Francisco de Goya beginne eine Reihe detaillierter Ausstellungen, die nach und nach die Sammlung Bönsch insgesamt vorstellen werden.

Pressemitteilung: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK) Schleswig-Holstein